Still und leise, lauernd in der Dunkelheit.
Nährt sich an dir, an deiner Kraft, deinem Licht, bis er es erstickt.
Flüstert durch die düsteren Gänge, lässt dich erblinden, deine Stärke schwinden.
Lässt alles um dich erstarren, der Ruf nach Hilfe verschluckt in der Angst, alles verstummt in der Machtlosigkeit.
Rostig schabt der Sekundenzeiger über das Zifferblatt, auf jenem längst nichts mehr abzulesen ist.
Minuten werden zu Stunden, Stunden zu Tagen, Tage zu einer endlosen Schwebe zwischen beiden Welten.
Hände, nicht die unseren, halten deinen seidenen Faden.
Bewegen sich anmutig um ihn, verletzen ihn, reparieren ihn, retten ihn.
Der seidene Faden, dein letzter Halt.
Unsere Hände nutzlos, von Furcht entstellt.
Du kämpfst, am Boden, im Stehen, unter Tränen, im Flehen.
Ein Teil von dir hat es geschafft, ein anderer ist für immer verblasst,
gestorben in den Fehden der Vergangenheit.
Geblieben sind Wut, Trauer und ein verzerrte Version von dir, eine, die ich nicht kannte.
Ein Sturm, ein gellender Schrei der Enttäuschung, das Unbekannte.
Du hast alles verloren und ein neues Leben bekommen, eines, das du nie wolltest.
…und wir, wir haben dich verloren.


