Sehnsucht nach mir

Voller Sehnsucht und Wehmut blicke ich in die Ferne, halte mich fest an den kalten Gitterstäben der Einsamkeit. Licht und Schatten fallen auf meinen Körper, die Schatten liegen wie schwerer Nebel auf mir. Die Enge in mir erdrückend. Ich habe alles, und doch vermisse ich mich.

Gefangen in einem Konstrukt, miterschaffen von mir. Wunderschön und doch nicht genug. Nicht gross genug für mich.
Ich bin mehr als das hier. Allmählich versinke ich im Schatten der Erwartungen der Gesellschaft.
Ich vermisse die Sterne, ich vermisse die Nacht im ewigen Tag.

Eine Zuschauerin meines eigenen Lebens, den Atem angehalten.

Doch eines Tages werde ich mich erheben, sprenge meine Ketten. Trete hervor aus den eisernen Schatten und kehre zurück zu mir. Entfalte meine Flügel, halte inne, atme auf und geniesse die Ruhe, bevor ich emporsteige.

Ich ergebe mich der lang ersehnten Freiheit, lasse mich in ihr fallen, heisse sie willkommen.

Warte auf mich, Welt. Eines Tages werde ich mich dir zeigen.

Nicht heute.

Nicht morgen.

Irgendwann.

Irgendwann werde ich die Sonne auf meiner Haut spüren und leben.

Leben für mich.

In Freiheit.

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Valeria Cova

Über mich

Ich bin Schriftstellerin mit Hang zur Melancholie, zur Tiefe und zu Geschichten mit dunklen Schatten, Schatten, in denen es dennoch Licht gibt.