Unausgesprochene Worte, die das Unerklärliche erklären sollen. Ungeschriebene Gesetze, die mich verstummen lassen.
Einst waren wir uns so nah, dass unsere Seelen sich berührten. Wir waren Freunde. Freunde in einer Welt, die es so nicht hätte geben dürfen.
Ich war dein Licht in der Dunkelheit. Deine Freude, wo kein Platz für Freude war.
Wir wurden vom Leben auseinandergerissen wie ein einfaches Stück Papier. Eine unüberwindbare, klaffende Schlucht zieht sich zwischen unsere Welten. Eine Schlucht, die mich beinahe verschlungen hätte.
Meine Rufe nach dir hallten nur als schmerzendes Echo zurück in meine Brust. Irgendwann wusste ich nicht mehr, ob ich noch ich bin oder nur noch das Echo meines Schmerzes.
Die Brücken zu mir selbst zerbrachen am Kummer. Mit letzter Kraft baute ich eine neue Brücke, zurück zu mir. Eine weitere zu dir musste ich unter Tränen aufgeben. Die Entfernung zwischen uns war längst zu gross.
Stattdessen verbrannte ich meine Briefe an dich, im Feuer der Lähmung. Worte, die ins Nichts führten. Du bist zu jung, um sie zu verstehen. Zu jung, um die richtigen Fragen zu stellen.
Unter all den Menschen um dich bin ich heute nur noch eine von vielen. Eine Fremde. Die Fremde für dich. Doch sehe ich dich.
Erinnerst du dich wirklich nicht?
Noch immer höre ich unser Lachen in der Dunkelheit. Spüre die Leichtigkeit, die wir uns um unsere Herzen aus Blei geschaffen haben.
Deine Geschichte geht weiter ohne mich. Aber du wirst immer Teil meiner sein. Meine bittersüsse Vergangenheit. Vielleicht existiere ich nicht mehr für dich,
aber du,
für immer,
für mich.
Die Fremde für dich



Sehr tiefer Schmerz, eine Erinnerung die immer bleibt.
Sehr berührend geschrieben.
Sehr berührend… und ich erkenne mich teilweise selber darin.
Es ist wunderschön-stell dir vor, es wäre ein Songtext! Ich höre die Musik bereits … inspiring 🙏🏼